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Laminat – der unterschätzte Held in meiner Wohnung

Aus ColdControlRadio

Mein größter Tipp für alle, die Laminat verlegen wollen: Kauft lieber eine Nummer teurer als die billigste Variante. Die günstigen Paneele haben oft eine dünnere Nutzschicht und sind anfälliger für Kratzer. Ich habe mich für eine Qualität mit einer Garantie von 20 Jahren entschieden – das gibt ein gutes Gefühl. Und nehmt euch Zeit für die Vorbereitung. Der Untergrund muss absolut eben sein, sonst hört man später jede kleine Unebenheit. Ich habe eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse verwendet, das war die Mühe wert.

Die Kombination von Duftkerzen und Raumdüften mit der richtigen Möblierung kann den Wohnkomfort enorm steigern. In meiner Wohnung verwandeln habe ich ein Bett mit einem Stelaz listwowy, das gut durchlüftet ist, und eine Matratze aus Kaltschaum, die keine Gerüche speichert. Das verhindert, dass der Raum muffig riecht, selbst wenn ich mal nicht lüfte. Für Gäste habe ich ein Ausziehsofa mit einem Mechanizm DL, das sich schnell in ein Bett verwandeln lässt. Vor dem Besuch zünde ich eine Duftkerze mit Lavendel an, das wirkt beruhigend und überdeckt eventuelle Eigengerüche. Ich habe gelernt, dass weniger oft mehr ist. Eine einzige gut platzierte Kerze auf dem Couchtisch reicht völlig aus, um den Raum zu füllen. Zu viele Düfte auf einmal verwirren die Sinne und wirken schnell künstlich. Mein Geheimtipp ist, die Kerze eine Stunde vor dem Eintreffen der Gäste anzuzünden und dann auszublasen. Der Duft bleibt noch lange im Raum, ohne aufdringlich zu sein.

Ein spezielles Problem hatte ich im Flur, wo der Boden besonders beansprucht wird. Hier habe ich mich für eine dunklere Dekorrichtung entschieden, die Schmutz weniger zeigt. Und ich habe darauf geachtet, dass die Verlegung schwimmend erfolgt, damit der Boden atmen kann. Bei Feuchtigkeit aus der Küche oder wenn mal ein Topf umkippt, reicht schnelles Aufwischen. Laminat ist nicht wasserfest, aber mit der richtigen Pflege hält es Jahre. Ich habe sogar eine spezielle Matte unter dem Spülbecken, aber das ist eher Vorsorge als Notwendigkeit.

Was mich am meisten überrascht hat, ist die Pflegeleichtigkeit. Mein Sohn hat neulich mit einem Filzstift auf dem Boden gemalt – ein feuchtes Tuch mit etwas mildem Reiniger, und die Spuren waren weg. Bei Teppichboden wäre das eine Katastrophe gewesen. Laminat ist da gnädiger, vor allem wenn man wie ich keine Lust hat, ständig hinter jedem Krümel herzulaufen. Die Oberfläche ist robust genug, dass selbst der Stuhl vom Schreibtisch keine Kratzer hinterlässt. Ich achte nur darauf, Filzgleiter unter den Möbeln zu haben. Das war der Tipp meiner Nachbarin, die seit Jahren Laminat in ihrer ganzen Wohnung hat.

Und dann ist da noch die Sache mit den Mustern. Nicht nur einfarbige Wände sind im Trend, sondern auch dezente Strukturen und Muster. Es gibt inzwischen Walzen, mit denen man nach dem Streichen ein feines Rauten- oder Streifenmuster auf die Wand bringen kann. Das macht den Raum lebendiger, ohne aufdringlich zu sein. Ich habe das in einem Flur gemacht, der sehr schmal und lang war. Mit einem senkrechten Streifenmuster in zwei ähnlichen Grautönen wirkte der Gang plötzlich breiter und wie ein Tunnel. Die Technik ist einfach: Man streicht die Wand in der helleren Farbe vor, lässt sie trocknen und rollt dann mit der Musterwalze die dunklere Farbe darüber. Ein bisschen Übung braucht es, aber das Ergebnis sieht aus wie eine teure Tapete. In Kombination mit einem großen Spiegel am Ende des Flurs entsteht eine tolle Tiefenwirkung. Für Anfänger empfehle ich, zuerst auf einem alten Karton zu üben, bevor man an die Wand geht.

Ein häufiges Problem in Altbauwohnungen ist die hohe Luftfeuchtigkeit, die Gerüche länger bindet. Duftkerzen und Raumdüfte allein reichen dann oft nicht aus. Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig zu lüften, bevor ich eine Kerze anzünde. Fünf Minuten Stoßlüften machen einen riesigen Unterschied. Danach verteilt sich der Duft viel besser und hält länger an. In meinem Schlafzimmer, das nur ein kleines Fenster hat, nutze ich zusätzlich einen Luftreiniger mit Aktivkohlefilter. Das klingt aufwendig, aber es lohnt sich, besonders wenn ich Gäste erwarte. Für Übernachtungen auf meinem Schlafsofa mit Tapicerka welurowa, der Stoff gerne Gerüche aufnimmt, sprühe ich vorher etwas Textilerfrischer auf. Die Kombination aus sauberer Luft und einem dezente Raumduft schafft eine Atmosphäre, die fast schon hotelähnlich wirkt. Ich investiere lieber in eine gute Kerze als in teure Deko, die nur Staub fängt.

Ein weiteres Detail, das ich nicht vernachlässigen möchte, ist die Bedeutung von Farbmustern vor dem Kauf. Ich bestellte mir von jeder Farben in der Wohnung Frage kommenden Farbe eine große Musterkarte und klebte sie an die Wand. Nach einer Woche bei unterschiedlichem Tageslicht traf ich meine endgültige Entscheidung. Die Farbpalette für die Wohnung sollte nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch im realen Licht funktionieren. Ein warmes Creme an der Wand wirkte an einem trüben Novembertag plötzlich grau und leblos. Deshalb wählte ich schließlich einen Ton mit einem leichten Gelbstich, der auch an dunklen Tagen Wärme ausstrahlt.