Zum Inhalt springen

Dekokissen: Die unterschätzten Helden für kleine Räume und spontane Gäste

Aus ColdControlRadio

Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt, ist die Pflege des Wohnzimmerteppichs im Alltag. Ich habe zwei Katzen, und die lieben es, auf dem Teppich zu schlafen und zu spielen. Das bedeutet, dass ich regelmäßig saugen muss, aber auch, dass ich Flecken schnell entfernen sollte. Ein Trick, den ich gelernt habe: Bei frischen Flecken sofort mit Küchenpapier tupfen, nie reiben. Reiben treibt den Fleck nur tiefer in die Fasern. Dann mit etwas lauwarmem Wasser und mildem Reinigungsmittel behandeln. Für hartnäckige Flecken wie Rotwein habe ich eine Mischung aus Wasser und Essig im Verhältnis 1:1. Das funktioniert bei vielen Flecken. Aber testet immer an einer unauffälligen Stelle, bevor ihr den ganzen Fleck behandelt. Ein weiterer Punkt: Dreht den Teppich alle sechs Monate um 180 Grad. Das verhindert, dass die Sonne ihn ungleichmäßig ausbleicht. In meinem Wohnzimmer fällt die Sonne morgens auf eine Ecke des Teppichs. Ohne Drehen wäre diese Stelle nach einem Jahr deutlich heller. Ich habe einen Kalendereintrag, der mich daran erinnert. So bleibt der Teppich gleichmäßig schön. Auch das regelmäßige Absaugen ist wichtig. Nutzt eine Bürstendüse, die den Flor aufrichtet. Ein Staubsauger mit zu starker Saugkraft kann bei empfindlichen Teppichen die Fasern beschädigen. Ich stelle die Saugkraft immer auf mittlere Stufe. Und vergesst die Ecken nicht. Dort sammelt sich Staub, der mit der Zeit graue Ränder hinterlässt. Ein feuchtes Tuch oder ein Handstaubsauger helfen hier. Wenn ihr den Teppich einmal im Jahr professionell reinigen lasst, verlängert ihr seine Lebensdauer enorm. Das kostet nicht viel, und der Teppich sieht danach aus wie neu. Ich mache das immer im Frühjahr, nachdem der Winter mit viel Nässe und Schmutz vorbei ist.

Ein häufiger Fehler, den ich bei Kunden sehe, ist der Kauf von zu kleinen Kissen. Auf einem großen Sofa wirken 40x40 cm Kissen wie Spielzeug. Ich empfehle mindestens 50x50 cm oder sogar 60x60 cm für breite Polstermöbel. Die Kissen sollten auch nicht zu flach sein. Eine Füllung von 16 cm Dicke gibt genug Volumen, um den Rücken zu stützen, wenn man auf dem Boden sitzt. Ich habe mir angewöhnt, die Kissen immer wieder aufzuschütteln, damit sie ihre Form behalten. Nach einem Jahr tausche ich die Füllungen aus, weil sie sonst verklumpen. Das klingt aufwendig, aber es verlängert die Lebensdauer der Kissen enorm. Manche Marken Kissen an, die ich sehr praktisch finde.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Geheimtipp mitgeben: Haben Sie keine Angst vor Farbe. Viele meiner Kunden zögern, weil sie denken, dunkle Tapeten würden den Raum erdrücken. Das Gegenteil ist der Fall. Ein tiefes Bordeauxrot oder ein satter Marineblau-Ton kann einen Raum unglaublich gemütlich machen, besonders wenn er wenig natürliches Licht hat. Die neuen Tapetentrends leben von dieser Mut zur Farbe und Textur. Sie sind der einfachste Weg, einem Raum Persönlichkeit zu verleihen, ohne große bauliche Veränderungen. Also greifen Sie zu, rollen Sie die Tapete aus und lassen Sie Ihre Wände sprechen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein winziges Schlafzimmer unter dem Dach. Die Decke ist schräg, das Fenster gerade groß genug für einen Luftzug. Hier hilft nicht der zwölfte Anstrich in Altweiß. Was wirklich zählt, ist eine Tapete mit vertikalen Streifen, die den Raum optisch nach oben zieht. Kombinieren Sie das mit einem Bett mit einem stabilen Stelaz listwowy, der für eine gute Luftzirkulation sorgt. Ihr Rücken wird es Ihnen danken, besonders wenn Sie auf einen hochwertigen Materac piankowy setzen, der sich perfekt an Ihre Körperform anpasst. Der Raum wirkt plötzlich größer, ohne dass Sie auch nur einen Zentimeter verschieben müssen.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich meinen ersten Wohnzimmerteppich ausrollte. Es war ein kühler Samstagmorgen, und die leeren Dielenböden in meiner neuen Altbauwohnung hallten bei jedem Schritt wider. Der Raum wirkte riesig, aber ungemütlich. Ich hatte einen dicken, handgewebten Teppich in warmen Erdtönen gekauft, etwa 160 mal 230 Zentimeter. Als ich ihn ablegte, geschah etwas Magisches. Der Raum bekam plötzlich eine Mitte, die Couchgruppe wirkte eingeladen, und das kalte Linoleum war wie weggezaubert. Genau das ist die Kraft eines guten Wohnzimmerteppichs. Er definiert nicht nur den Raum, sondern gibt ihm Seele. Viele meiner Kundinnen unterschätzen, wie sehr ein Teppich die Akustik verändern kann. In einem Raum mit vielen harten Oberflächen wie Parkett oder Fliesen wird jedes Geräusch vervielfacht. Ein dicker Teppich dämpft Schritte, Gespräche und sogar das Klappern von Tassen. Besonders in offenen Wohnküchen, die heute so beliebt sind, wird der Wohnzimmerteppich zum akustischen Ruhepol. Ich empfehle immer, beim Kauf auf die Dichte der Fasern zu achten. Ein Teppich mit kurzem, dichtem Flor ist nicht nur pflegeleichter, sondern hält auch die Form besser. Wenn ihr Haustiere habt, ist ein Flachgewebe die beste Wahl. Katzen lieben es, an langen Fäden zu ziehen, und das kann schnell frustrierend werden. Denkt auch an die Farbe. Ein heller Teppich wirkt luftig, aber er zeigt jeden Krümel. Ein dunkler Teppich dagegen ist praktisch, aber er kann den Raum optisch verkleinern. Meine Faustregel: Der Teppich sollte die Möbel verbinden. Er muss nicht unter allen Möbelstücken liegen, aber die vorderen Beine der Couch sollten draufstehen. So zieht er die Möbel zusammen und schafft eine Einheit. Probiert es einfach mal aus, bevor ihr kauft. Legt zur Probe ein Laken auf den Boden und markiert die Fläche mit Kreppband. Dann seht ihr, wie die Proportionen wirken.